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Parken aktuell vor Ort - "Das Parkticket ist kein triviales Produkt"

22. Juli 2013

Qualität,  Sicherheit,  Umwelt:  Das  sind die  drei  tragenden  Säulen  der  Fleischhauer  Datenträger  GmbH.  Als  Unternehmen  der  Halbach  Gruppe  mit  300 Mitarbeitern  stellt  Fleischhauer  Datenträger  Tickets  und  Karten  für  Parksysteme,  Personenverkehr  sowie  Identifikations- und Zutrittsanwendungen her.  Der  Firmensitz  des  traditionsreichen Unternehmens  befindet  sich  in  Herne, ein weiterer deutscher Standort liegt mit Schwerte ebenfalls im Ruhrgebiet.

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Als Unternehmen der Halbach Gruppe ist Fleischhauer Datenträger Teil eines Familienunternehmens, dessen Gründungsjahr 1832  mehr  als  180  Jahre  zurückreicht. Das Unternehmen wird heute in sechster Generation von Philipp Halbach geführt und  kann  allein  schon  wegen  seiner weitreichenden  Firmenhistorie  mit  Fug und  Recht  als  Traditionsunternehmen bezeichnet  werden.  In  den  ersten  Jahrzehnten  seiner  Geschichte  machte  sich Fleischhauer als Zeitungsdruckerei einen Namen. Über die Jahrzehnte musste sich die Druckerei jedoch immer wieder neu erfinden. So war Fleischhauer Datenträger in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eines der ersten europäischen Unternehmen,  das  sich  mit  der  Produktion  von Lochkarten befasste, also den ersten maschinenlesbaren Datenträgern.


Für die Parken Branche erlangte die Firma Fleischhauer Bedeutung als Begleiter und Innovationstreiber  der  Automation von Parksystemen. In den 1970er-Jahren war die Spezialdruckerei einer der ersten Hersteller  von  Parktickets  mit  Magnetstreifen – daher auch der Firmenbeiname „Datenträger“.  Geschäftsführer  Philipp Halbach  erklärt:  „Es  war  immer  unser Anspruch,  Entwicklungspartner  der  Gerätehersteller  zu  sein.“  Geht  man  heute durch die Hallen der zertifizierten Sicherheitsdruckerei, so sieht man dort auf den ersten Blick, was Halbach meint: Am Start der Produktionslinien stehen Rollen parat mit Beschriftungen wie „Scheidt & Bachmann“, „Skidata“ oder „Designa“. Für alle führenden Hersteller von Parkautomaten stellt Fleischhauer speziell konfektionierte Parktickets her – natürlich auch für Geräte im Außeneinsatz, also Parkscheinautomaten für den On-Street-Bereich.

Komplexe Produktanforderung

Wer  glaubt,  ein  Parkticket  sei  ein  einfaches  Stück  Papier,  sieht  sich  bei  einer Werksführung am Standort Herne alsbald getäuscht. „Das Parkticket ist kein triviales Produkt“, sagt Thomas Halbach, technischer Leiter bei Fleischhauer Datenträger. Der Laie und vor allem der Endverbraucher begreift das Ticket sicher als schnödes Alltagsprodukt,  in  Wahrheit  steckt  der Teufel im Detail. Es fängt schon an mit der Papierwahl.  Nur  ganz  spezielle  Kartons eignen sich für den Einsatz als Parkticket. Mit  der  Definition  einer  bestimmten Grammatur, also Papierdicke, ist es dabei längst  nicht  getan.  So  muss  berücksichtigt werden, dass die Tickets problemlos durch das Automatensystem codiert und beschriftet  werden  können.  Am  Bezahlautomaten müssen Magnetstreifencodierung oder Barcode fehlerfrei automatisch ausgelesen werden können. All dies gelingt nur bei sorgfältiger Abstimmung von Automatensystem und Ticket.

Doch  damit  nicht  genug.  Längst  haben  Marketingstrategen  das  Parkticket als  Werbemedium  entdeckt.  Hier  haben Kunden  teilweise  sehr  hohe  ästhetische Ansprüche an das Druckbild. Philipp Halbach zeigt als Beispiel den Aufdruck eines Unternehmens  aus  der  Modebranche. Beim  Druck  der  Werbeanzeige  und  des Logos auf dem Parkticket ist höchste Präzision hinsichtlich der Bildauflösung und der  verbindlichen  Farbvorgaben  gefragt. Toleranzen  würden  von  den  Kunden nicht akzeptiert, so Philipp Halbach.

Auch bei den Parkscheinen im Außenbereich gibt es hinsichtlich der Papierwahl einiges zu bedenken. So soll der Aufdruck auf  dem  Thermopapier  möglichst  lang lesbar sein und trotz heftiger Sonneneinstrahlung  hinter  der  Windschutzscheibe nicht  verblassen.  Je  nachdem,  wo  das Papier eingesetzt wird, sind jedoch unterschiedliche Qualitäten gefragt. Ob klirrende  Minusgrade  oder  sengende  Hitze  im Einsatzgebiet vorherrschen, macht einen großen  Unterschied  bei  der  Papierwahl und  wirkt  sich  auf  einen  möglichst  störungs- und damit wartungsfreien Betrieb der Parkscheinautomaten erheblich aus.

Hoher Qualitätsanspruch

Da Fleischhauer seine Parkscheinprodukte in über 50 Länder weltweit exportiert, spielen solche Aspekte auch eine Rolle bei der  Produktion.  In  diesem  sehr  wettbewerbsintensiven Umfeld müsse man sich durch  eine  besonders  hohe  Qualität  behaupten und immer bereit sein, Technologieführerschaft zu beanspruchen, erklärt Halbach. Dies sei nur durch eine ständige Investitionsbereitschaft und einen hohen Qualifikationsstand der Mitarbeiter möglich.  Kompetenz  und  Know-how  machten  den  vermeintlichen  Standortnachteil Deutschland wett.

In seiner ständigen Neuausrichtung an den Trends von heute und den Innovationen von morgen beschäftigt sich Fleischhauer  Datenträger  auch  mit  Ticketing- und Identifikationstechnologien, die über das Trägermedium Papier hinausgehen. In einem besonders geschützten Bereich der Produktion  entstehen  Plastikkarten,  die RFID-Chips enthalten. Diese kontaktlose Technologie  findet  sich  in  immer  mehr Anwendungen,  in  der  Parken  Branche insbesondere im Bereich der Dauerparker. Neben dem technischen „Innenleben“ des mehrschichtigen Trägermediums sind auf den äußeren Flächen wiederum Drucklösungen gefragt.

Dreiklang von Zertifizierungen

Um die eigenen Ansprüche zu untermauern, zu dokumentieren und sich in einer führenden  Marktposition  zu  behaupten, legt  Halbach  Wert  auf  einen  „Dreiklang von  Zertifizierungen“,  wie  er  die  erfolgreich absolvierten Prüfungen umschreibt. Damit  sind  konkret  Qualität,  Sicherheit und  Umwelt  gemeint.  In  allen  drei  Bereichen  kann  Fleischhauer  Datenträger Zertifikate  vorlegen,  die  dem  Unternehmen  geprüfte  industrielle  Standards bescheinigen.

Das Thema Umwelt liegt Philipp Halbach  dabei  offenkundig  besonders  am Herzen – nicht nur wegen der Photovoltaikanlage  auf  dem  Firmendach,  die  im Jahr  immerhin 250.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert. Gefragt nach den Motiven  für  diese  ökologische  Ausrichtung  des  Unternehmens,  antwortet  der Geschäftsführer:  „Wir  sind  ein  Familienunternehmen,  für  das  Nachhaltigkeit keine  Worthülse  ist.“  Neben  dem  Bekenntnis  zur  Schonung  der  natürlichen Ressourcen, gehöre dazu das Bekenntnis zu den beiden Standorten Schwerte und Herne  des  Traditionsunternehmens  aus dem Ruhrgebiet.

In  diesem  Zusammenhang  verweist Philipp Halbach auch auf die überdurchschnittlich  lange  Mitarbeiterzugehörigkeit,  die  bei  Fleischhauer  vorherrsche. Ein Bekenntnis zum Unternehmen, aber auch von Arbeitgeberseite, wenn Philipp Halbach sagt: „Wir verschwenden keinen Gedanken  daran,  unsere  Fertigung  ins Ausland zu verlagern. Mit der Leistungsfähigkeit unserer beiden Produktionsstandorte sind wir für die Aufgabenstellungen unserer Kunden – auch im internationalen Wettbewerb – bestens gerüstet.“